Gibson Les Paul: Original oder Fake?

Gibson Les Paul: Original oder nur ein Fake aus China?

Eine teure wertvolle Gibson Les Paul E-Gitarre ist bei vielen Gitarristen beliebt und wird schnell zum Objekt der Begierde. Der Sound einer originalen Gibson Les Paul ist ebenso vollkommen wie die gute Verarbeitung und die Tonhölzer. Damit auch weniger Bemittelte in den Genuss einer Gibson Les Paul kommen können, gibt es von Epiphone gute Les Paul Kopien zum günstigen Preis. Auch einige Hausmarken von Thoman oder Fame vom Musicstore kopieren gerne diese wertvollen Exponate. Keiner der genannten Gitarrenhersteller würde es sich allerdings trauen seine Paulas mit dem originalen Gibson-Schriftzug zu versehen. Nicht so die Chinesen! Wann immer ein Produkt für viel Geld über den Ladentisch geht, wird Kopiert was das Zeug hält; und oft so gut, dass eine Gibson Les Paul von einem Laie nicht mehr von einer billigen China-Kopie auseinandergehalten werden kann. Wie auch, wenn sie äußerlich exakt einer originalen Gibson nachempfunden ist und bis ins letzte Detail kopiert wurde. Ärgerlich, besonders dann, wenn man beim Kauf auf eine Fake Gibson reingefallen ist und viel Geld in den Sand gesetzt hat. Aber wie kann man eine Fake Gibson von einer Originalen unterscheiden? Dieser Artikel zeigt es euch!

Gibson Les Paul: Original oder nur ein Fake?

Eine originale Gibson USA Les Paul klingt nicht nur schöner, sie hat ein paar kleinen Details, die sie von einer billigen China Kopie unterscheidet. In diesem Artikel möchte ich euch die wichtigsten Details zeigen, auf die Ihr beim Kauf einer Gibson Les Paul achten solltet:

Das Original hat folgende Merkmale:

  • Nach hinten abgewinkelte Kopfplatte
  • Deckel der Halspannstab-Schraube ist mit nur 2 Schrauben befestigt
  • Schraube des Halsspannstab (Trussrod) ist VORHANDEN und UNLACKIERT!
  • Ausfräsungen der Pickups sind klar- oder gar nicht lackiert
  • Potis und Schalter sind sauber verdrahtet
  • Kurze Kabel innerhalb der Kabelschächte
  • Keine „kalten Lötstellen“ an Potis und Schalter

Die gefakte Gibson Les Paul präsentiert sich so:

  • Keine Kopfplatten-Krümmung, Kopfplatte steht gerade ab
  • Blende der Trussrodschraube mit 3 Schrauben befestigt
  • Trussrodschraube schwarz lackiert, oder VERKLEBT
  • Halsspannstab Einstellschraube gar nicht vorhanden
  • Zugang zur Trussrodschraube sauber und rund ausgefräst
  • Griffbrett lackiert
  • Pickup Fräsungen sind verklebt oder schwarz lackiert
  • Verdrahtung ist unsauber, zu lange kabel, alles verknotet
  • unsaubere Lötstellen bzw. kalte Lötstelle

Das waren die Hauptmerkmale, mit denen Ihr eine Fake Gibson Les Paul von einer Originalen Paula unterscheiden könnt. Bei meinen Recherchen zum Thema China Kopien von Gibson Les Paul E-Gitarren bin ich unter anderem auf dieses Video gestoßen:
Gefakte Gibson Les Paul und Originale

12 Gedanken zu „Gibson Les Paul: Original oder Fake?“

  1. Hallo Georg,

    sehr informativer Artikel, gut zu wissen worauf man beim Kauf einer Gibson Les Paul achten sollte denn ich glaub ne billige China Kopie will keiner, vor allem wenn man so viel Geld für eine Gitarre ausgibt erwartet man ja das es auch eine originale Gibson ist.

    Es grüßt Tim

  2. Marc,
    das ist zu 100% eine Fälschung.
    Die 1959 50th Anniversary gibt es, wie du schon richtig erwähnt hast, nicht in Schwarz. Es könnte eine „normale“ Standard bzw. Traditional in Schwarz sein, oder eine Studio oder eine Custom. Die Custom müsste dann aber bekanntlich z.B. ein Splitted Diamond-Inlay und ein dreifaches Binding an der Kopfplatte haben.
    Und nun mal zum Preis: Eine Gibson Les Paul verkauft kein Mensch für 400 Euro. Eine Standard in Schwarz erreicht Gebrauchtwaren Preise zwischen 1100 Euro und 1400 Euro -je nach Zustand und Baujahr. Eine Studio von 600 bis 850 Euro – je nach Zustand und Baujahr. Eine Custom von 1500 bis 2500 Euro – je nach Zustand und nicht vor 1980 gebaut. Von 1979 bis 1969 ca. 6000 bis 10.000 euro, 1959 gebaute ca. 75.000 bis 100.000 euro und davor knapp 30.000 bis 50.000 Euro. Eine 1959 50th Anniversary bringt auf dem Gebrauchtwarenmarkt zwischen 3500 euro und 5000 euro – je nach Zustand.
    Also, ich gebe dir Brief und Siegel, dass es ein illegales China-Fake ist. Kannst ja mal Bilder zeigen – falls dieser Fall überhaupt noch aktuell ist….
    Naja egal.
    Gruß
    Dennis

  3. Hey George,

    hab hier jemand, der eine Gibson verkaufen will. Angeblich eine 50th Anniversary LP 1959. Hab jetzt allerdings schon angeblich selbstgemachte Bilder von 2 verschiedenen Gitarren bekommen.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass es eine gefälschte ist aber ich will mit dennoch mal deinen Rat einholen. Neu kostet die Gitarre 5555 euro- er will sie für 400 loswerden. Die gitarre gibt’s nicht in schwarz – er hat sie angeblich in schwarz. Ich hab mir bilder von der Kopfplatte schicken lassen. Da steht drauf, dass es eine LP Custom sein muss. So und jetzt das auffälligste wie ich finde. Ich hab’s nicht gleich erkannt aber nach einer weile wird es deutlich. Der Gibson Schriftzug hat keinen i-Punkt auf dem i von Gibson. Die Mechaniken haben keine Mutter unterhalb der Seitendurchführung.

    Hoffe ihr könnt mir helfen.

    LG Marc

  4. hey, bin voll der Meinung, dass eine Chinakopie nicht aan die Originale heranreicht. und sicherlich merkt man sofort wo der hammer hängt wenn man auf den Preis schaut (@Rene). Qualität hat seinen Preis und dennoch habe ich ein paar kritische Punkte zu Gibson zu sagen.

    Ich finde es mittlerweile wirklich unverschämt wie Gibson (natürlich auch andere Anbieter) den Markt mit ihren Signature, Custom Modellen überschwemmen. andauernd neue ReIssues od. Anniversary Modelle, was soll das denn? Wollen sie da den Leuten wertgewinn unterjubeln, wenn sie die Paula 50th anniversary für fast 5000 Ocken kaufen? … oder vielleicht eine Jimmy Page für 15000 … also entschuldigt, ich find das nicht normal. Diesem Trubel entzieh ich mich, die nächste wird sicher ne Gibson bei mir aber „nur“ eine normale standard od. traditional. Respektive kann man sich, wen man wirklich etwas authentisches möchte und viel Geld übrig hat lieber mal auf verschiedenen Seiten umschauen die used und vintage Gibsons verkaufen …

    so, das wars von mir, mal sehen, was ihr so denkt darüber …

  5. also:
    ich hatte mal eine nachbau der Ibanez universe…
    das tremolo kontest du in den Ar***treten ganz erlich aber es ging…
    was ich aber sagen muss unbedingt !!
    DER SOUND und die Bespielbarkeit waren ein traum und mindestens genausogut wie bei der echten!! also ich denke es gibt sehr gute replikas wo man kein unterschied merkt und replikas die wirklich rotz sind.
    es ist dann eine art .. glueckssache was man bekommt.
    ich muss sagen diese gitarre hat mich weiter gebracht und heute weiss ich wovon ich spreche.
    haette ich die chance soeine nochmal zukaufen ich wuerde es sofort tuehn! alleine kostet sie mindestens 700-800weniger als das original.. und kommt fast ans original ran!
    kommt sie nicht ran so kann man sie modifizieren und schwupp hast deine eigenbau custom 😉

  6. Ich habe noch eineb auch wenn ihn keiner liest. Die erste Les Paul von „SLASH“ ist auch nicht von Gibson gebaut worden.Ahorn ist ein Deko Holz und wird z.B. in der Möbel Industrie gar nicht verwendet das es harte und weiche stellen hat. Es gibt c.a. 280 sorten Mahagoni…welche klingt denn nun ach Nashville USA???? gruß MB

  7. Hallo George die Epiphone Les Pauls kommen zum Teil aus China und die sind gut. Ich bin auch Gitarren Liebhaber und baue selbst Gitarren. Was du da schreibst ist so nicht richtig. Mahagoni und Ahorn muß nicht alt oder sehr teuer sein um gut zu klingen. Die Holzfeuchte ist das wichtigste, und das lässt sich auch chemisch erreichen. Ich habe gute sehr gute und extrem gute Les Pauls in China gesehen und gespielt. Gibson kocht auch nur mit Wasser. Viele Les Pauls aus Nashville kommen gar nicht von dort sie werden von Ghostbuildern in dr ganzen Welt gemacht. In China hat man dazu gelernt und wurde von Experten verschiedener Firmen geschult.PRS,CARVIN, ROBIN, FENDER und eben auch Gibson. Eine gute Les Paul ist und Bleibt eine gute, egal woher. Würden die Jungs in Nashville und die Nationalen Vertriebe mit einer Handvoll Reis zufieden sein, währen auch die USA Modelle spot billig. gruß aus HB

  8. @guitargeorge
    Blöd nur, wenn man nahe original bezahlt und Fälschung bekommt!
    Wie es z. B. schnell mal bei so manchen Auktionshäusern passieren kann
    Mojos

  9. Hey Rene, ganz richtig was du da sagst. Eine Originale Gibson Gitarre hat einfach einen entsprechenden Preis. Jeder der sich ein vermeintliches Original-Schnäppchen zulegt läuft gefahr an eine gefälschte Gibson gekommen zusein… Qualität hat ihren Preis!

  10. Hallo
    Es gibt immer und für alle Zweifelsfälle ein ganz einfaches Merkmal welches Kopie- und Originalware unterscheide, sei dies nun die neue Nikon Kamera, der aktuellste iPod, die schöne Strat oder eben Paula: Der Preis! Wie kann man glauben, ein Originalprodukt zu kaufen dessen Preis mal ganz genau kennt weil schon Monate alle Stores durchwühlt, und dafür nur die Hälfte zu zahlen?? Tut mir leid alle die Schnäppchenjäger entäuschen zu müssen, aber sorry: „Nur wer für Originalware bezahlt bekommt auch Originalware“!
    Keep on rockin‘!
    René

  11. Schöner Artikel! Übrigens ist mir letztens als ich Sultans of Swing gehört hab aufgefallen woher du deinen Blog Namen und den Spruch he knows all the chords hast 😀

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